Montag, 27. Februar 2017

Lost lost Place: Das alte Bauernhaus

Die folgenden Fotos sind schon bald zweieinhalb Jahre alt... bisher habe ich es nur nicht über's Herz gebracht, sie nochmals genauer anzuschauen oder sogar hier zu zeigen.
Auf den Bildern seht ihr eines der letzten alten Bauernhäuser mit Scheune und Stall in unserem Dorf. Schon länger war es nicht mehr bewohnt und passt deshalb zur Wikipedia-Definition eines Lost Place: "vergessener Ort" oder "unbewohnte Liegenschaft".
Immer die gleichen Gedanken begleiten mich an solchen Orten: Wer hier wohl gewohnt hat? Wie viele Generationen von Menschen haben hier gelebt und weshalb sind die letzten Bewohner schlussendlich ausgezogen?
Bei solchen Häusern, Scheunen und Ställen hoffe ich jeweils, dass sie von jemandem gekauft und liebevoll, möglichst originalgetreu renoviert werden. Leider weiss ich, was solche Häuser - oder besser gesagt, die meist recht grosszügigen Grundstücke, auf denen sie stehen, kosten. Das kann sich niemand leisten, der sich dann einfach ein altes Häuschen renoviert.
So waren dann auch hier eines Tages Bauprofile gesteckt... Auch durchs Dach, einfach durchgehauen, wo eben die neuen Pläne durchgingen.
Halb abgefallene Plaketten an der Scheunenwand erzählten noch von alten Auszeichnungen, welche die Bauersleute (für ihre Tiere?) einmal erhalten hatten.
 

Leider habe ich mich im Titel nicht verschrieben: Dieser "Lost Place", das alte Bauernhaus ist nun ganz "Lost", es wurde abgerissen. Obwohl es nur wenige hundert Meter entfernt im Dorf steht, bin ich erst viel später wieder am Grundstück vorbeigekommen, als bereits die neuen Gebäude standen.
Hier stehen nun zwei Wohneinheiten mit total 40 kleinen bis mittleren Wohnungen für zumeist eher ältere Menschen - beinahe unglaublich, nicht?
Auf der Projektseite habe ich heute auch etwas schönes gelesen: Die Fassaden der neuen Gebäude wurden Kupferbraun gestrichen, was an die alte Scheune und das Ziegeldach erinnern soll. (nun gut...)  Aber noch viel besser: Die neuen Balkone sollen so gut wie möglich mit Abbruchholz der alten Scheune verkleidet worden sein. Ist das nicht irgendwie versöhnlich?
Vielleicht spaziere ich nächstens doch wieder einmal dort vorbei und bilde mir ein eigenes Urteil?

Ein weiteres altes Bauernhaus mit Scheune ("das Haus der alten Frau mit dem schönen Garten") wurde unterdessen ebenfalls abgerissen und durch zwei neue Gebäude ersetzt.
Bei einem dritten Haus (Bild oben), das ich euch auch noch vorstellen werde - auch hier sind die Fotos längst gmacht - traue ich mich auch schon länger nicht mehr in die Nähe, aus Angst, dass es abgerissen wurde. Die Bäume und Büsche rundherum wurden jedenfalls schon vor einiger Zeit gerodet.

Nostalgische Grüsse, Miuh







Freitag, 24. Februar 2017

Hyazinthenduft und Spätwinter-Garten

Draussen ist es immer noch zumeist grau-braun und ein wenig habe ich das Gefühl, dass die Natur bei uns weniger weit ist, als anderswo. Wenn ich mich an andere Jahre erinnere, wird mir auch bewusst, dass es in den nächsten Wochen nochmals viel schneien könnte, auch wenn ich schon viel lieber an den Frühling denke!
Um den Frühling trotzdem schon etwas zu geniessen, habe ich mir ein rosa Hyazinthen-Trio gekauft. Zu Hause haben sie einen weissen Übertopf erhalten und einige rundherum gestreute trockene Rosenblüten zur Dekoration. Unterdessen sind die Blütenstände aufgegangen und stark gewachsen - und die zweite Generation an Blüten steht auch schon bereit!
Die Blümchen sind wunderschön, was ich jedoch am meisten liebe, ist ihr süsser Frühlingsduft, der das ganze Wohnzimmer erfüllt! Gerne zeige ich die Blumen auch beim Friday Flowerday und bin gespannt, ob und wie wohl gerade sonst noch jemand Hyazinthen zu Hause hat?
Die "Blumenwelt" draussen sah hingegen am letzten Wochenende noch sehr dürftig aus! Hier seht ihr die am weitesten entwickelten Krokusse, die grössten Osterglockenblättter - und endlich die ersten Schneeglöckchen :-) Zum ersten Mal war es auch wieder möglich, etwas draussen zu sitzen und die Sonne zu geniessen... eine wahre Sonntagsfreude Ende Februar!
Auch ein ganz besonderer Gast im Garten freute mich besonders! Bestimmt schon seit fünf Jahren hatten wir hier kein Eichhörnchen mehr gesehen... Nun turnte eines auf allen Bäumen herum, sprang von Ast zu Ast, rannte über den Boden und kam bis auf wenige Meter ans Haus heran. Zu essen fand es hier wohl nichts, fürchte ich. Nach einer ausführlichen Tour durch die Nachbarsgärten kam das Eichhörnchen nochmals vorbei und verschwand anschliessend wieder. Ein süsses Ding, nicht? Gleich noch eine Sonntagsfreude, die ich gerne bei Rita zeige...
Elstern sind hier oft unterwegs und haben letztes Jahr sogar einmal angefangen, ein Nest hoch im Feldahorn zu bauen. Momentan zwicken sie nur Ästchen ab und fliegen dann damit weg zu einem anderen Nistplatz.
Unser Kätzchen dachte bei den tierischen Besuchern wohl eher an einen feinen, grossen Sonntagsbraten? In solchen Momenten sieht man die kleine Raub - Katze in ihr... und ich bin wieder ganz froh, dass sie hier drin bleibt und mir keine erbeuteten Eichhörnchen, Vögel oder Mäuse nach Hause bringt!

Erinnert ihr euch noch an meine Februar-Tulpen? Als wir in die Kurzferien fuhren (HIER seht ihr wo ich war, und was ich unternommen habe), habe ich sie einfach auf dem Sideboard stehen gelassen und fand sie bei unserer Rückkehr völlig verblüht und irgendwie doch schön wieder...
Mit dieser Verwandlung der Tulpen verabschiede ich mich für heute von euch und hoffe, ihr mögt euch auch an kleinen Farbtupfern freuen... auf die grossen Farbtupfer müssen wir wohl noch etwas warten ;-)
Liebe Grüsse, Miuh






Freitag, 10. Februar 2017

Februar-Tulpen

Drausen wechseln die Farben momentan zwischen Erdmatschbraun und Schneematschweiss. Eigene Tulpen sehe ich im Garten noch nirgendwo spriessen... so habe ich mir nun für etwas Farbe einen Strauss Tulpen gekauft und zeige diese gerne auch beim Friday-Flowerday!
Am liebsten mag ich Blumen jeweils eingestellt in einer einfachen, rundlichen Vase, wie zum Beispiel dieser hier. Die Form wiederholt diejenige der Blüten und passt dadurch harmonisch dazu.
Die Tulpen stehen bei uns im Wohnzimmer auf dem Sideboard und leuchten schön pink-bunt. Um sie dort zu fotografieren, war mir das Licht jedoch zu düster, deshalb durften sie kurzfristig auf den Gartentisch umziehen und so richtig zur Geltung kommen:
Den Kontrast zu den sonst eher noch erdigen Farben draussen mag ich sehr!

Lasst ihr auch schon ein wenig (oder sogar ganz viel) Frühling ins Haus?
Liebe Grüsse, Miuh



Sonntag, 5. Februar 2017

Pflanzen und Pläne unter Schnee

Bevor Anfang vergangener Woche die Temperaturen stiegen und der Schnee in wenigen Tagen komplett wegschmolz, habe ich schnell noch einige Fotos gemacht...
Unter dem Schnee halb verborgen waren die alten Blätter von Erdbeeren und Nachtkerzen. So im Winter kann man sich manchmal kaum vorstellen, wie im Frühling alles wieder frisch spriessen wird... geht es Euch auch so?

Von der Lenzrose schaut nur gerade ein ziemlich angeschlagenes, altes Blatt aus dem Schnee. 
Überhaupt: Einige von Euch haben schon im Dezember beschrieben, wie die ersten Schneeglöckchen aus der Erde schauen... In anderen Jahren war das auch bei uns so, aber dieses Jahr konnte ich suchen, wie ich wollte, auch im Januar noch - da war nichts! Auch nicht in den mit Blumenzwiebeln bepflanzten Töpfen. Dann wurde es kalt, sehr kalt: zwei Wochen lang blieb der Schnee liegen und die Temperaturen sanken teilweise weit unter null. Kann es sein, dass all die Pflanzen spürten, welche Kälte da noch kommen würde?
Nun hat draussen der braune Matsch übernommen und ich bin gespannt, ob ich bald das erste Grün der Frühlingsblüher sehen werde?

Die beiden kleinen Stechpalmen-Pflänzchen freuen mich besonders! (Und gerne teile ich meine Freude darüber bei Rita's Sonntagsfreude) Stechpalmen wachsen zwar langsam aber als einheimische immergrüne Pflanzen sind sie mir viel wert! Im Frühling graben wir jeweils im Garten wild versamte und gewachsene Kirschlorbeer-Pflanzen oder kleine Stechpalmen aus und pflanzen sie an Orte, wo wir den natürlichen, immergrünen Zaun verstärken wollen.

Auch auf den Tontöpfen lag noch viel Schnee, doch die kleinen, hängenden Edbeerpflänzchen sehen aus, als wären sie schon in den Startlöchern um neuen Grund zu finden und loszuwachsen! Sie erinnern mich daran, dass ich so langsam meine Sämerein-Kiste hervornehmen und planen sollte, welche Blumen, Kräuter und Gemüse ich dieses Jahr selbst ziehen möchte?

Die letztjährigen Stengel der Nachtkerzen stehen noch immer dekorativ im Garten und werden als Lieferanten der wertvollen kleinen Sämchen von den Vögeln sehr geschätzt, wie ich hier (link) beobachten konnte! 
Aber auch auf dem Boden ist so einiges gelandet... Nachtkerzen samen sich sehr leicht quer durch den ganzen Garten aus, wenn man sie lässt... nicht umsonst gehören sie zu den Pionierpflanzen! Deshalb bin ich froh, dass ich letzten Sommer herausgefunden habe, wie leicht man Nachtkerzen als junge Rosetten dorthin verpflanzen kann, wo ein Platz für sie frei ist - zu schade wären sie zum wegwerfen!

Seit es im Januar so kalt wurde, kommen nun auch viel mehr Vögel zu uns in den Garten und zusätzlich zu den bisherigen Arten (hier) habe ich nun auch noch Buchfinken und Schwanzmeisen gesehen.
Unterdessen habe ich auch eine positive Erklärung gehört, weshalb ich wie viele Andere auch das Gefühl hatte, dieses Jahr weniger Vögel im Garten zu haben: Anscheinend haben die Buchen dieses Jahr sehr viele Früchte produziert und deshalb fanden die Vögel  lange genügend Nahrung in den Wäldern und blieben dort.
Noch eine Besucherin habe ich vor wenigen Tagen zum ersten Mal überhaupt im Garten gesehen: diese Türkentaube. Ist sie nicht hübsch? Und Friedenstauben könnten wir ja im Moment viele brauchen...

Nun zum Schluss etwas in ganz eigener Sache: Zusammen mit einigen anderen von mir hoch geschätzten Schweizer Reisebloggern wurde ich mit meinem zweiten, noch jungen Geheimtippreisen - Blog (link) mit für die Reise Blog Awards 2017 von Sparpedia.ch nominiert. Nach meiner anfänglicher Skepsis, ignorieren, zurückfragen und recherchieren freue ich mich nun sehr darüber! :-)  Hier (link) könnt ihr alle nominierten Blogs ansehen und hoffentlich... vielleicht... wenn ihr mögt? - Mich wählen ;-)
Falls ihr lieber zuerst schaut, was ich so schreibe, findet ihr hier (link) meinen neuesten Beitrag zu Zermatt und Gornergrat

Liebe Grüsse und viel Freude, Miuh
https://geheimtippreisen.blogspot.ch/






Sonntag, 15. Januar 2017

Chai-Sirup (Rezept)

 
Seit ich den Chai-Sirup vor einigen Jahren entdeckt habe, mag ich im Winter nicht mehr ohne sein! Am liebsten leere ich einen guten Schluck davon in den Schwarztee, aber auch in (heisser) Milch oder Kaffee schmeckt er winterlich würzig gut. Ein schöner Chaitee oder Chai-Latte wärmt so richtig nach einem Spaziergang draussen in der Kälte - und ich glaube fest daran, dass er mit den enthaltenen Gewürzen auch hilft, wenn mich eine Erkältung erwischen will oder erwischt hat... Besonders Chilli und Ingwer desinfizieren und lösen mit ihrer Schärfe wohltuend spürbar.

So ein hübsches Fläschchen Chai-Sirup eignet sich übrigens auch gut als Geschenk / Mitbringsel aus der eigenen Küche!
Gerne verrate ich euch hier mein Rezept: ich habe es für mich über die Jahre erpröbelt und angepasst, es gibt aber natürlich nicht das "eine, richtige Chai-Rezept"...! Ehrlich gesagt mache ich jeweils gleich die dreifache Menge, aber Achtung: dafür braucht es einen ganz schön grossen Kochtopf!

Chai-Sirup Rezept:
Zutaten / Vorbereiten:

* Saubere, ausgekochte Gläser / Flaschen bereitstellen. Gerne benutze ich dafür gesammelte Flaschen verschiedener Grössen von Fruchtsäften, Tomatensauce, etc. die ich wiederverwende.

* 1 EL Schalenabrieb einer Bio-Orange,  * 8 cm frischer Ingwer in Scheiben,  * 1 Chillischote frisch oder getrocknet in Stücken,  * 2 Beutel Schwarztee
-> Bereit stellen

* 2 ganze Anissterne,  * 2 Zimtstangen in Stücken,  * 1EL ganze Nelken,  * 1EL Kardamomkapseln,  * 1 Vanillestange längs aufgschnitten und in Stücken
-> In einer Bratpfanne trocken ganz leicht anrösten, bis sich die Aromen etwas entfalten.

* 7,5dl Wasser,  * 500gr Rohrohrzucker
-> Aufkochen lassen in einer grossen Pfanne. (Achtung: immer beaufsichtigen!)
Zubereitung: Wenn das Wasser-Zucker-Gemisch anfängt, zu kochen, alle anderen Zutaten beifügen und unter ständigem Umrühren mindestens 15 Minuten köcheln und blubbern lassen. Immer beaufsichtigen, denn das Zuckerwasser schäumt schnell und kann dann überkochen! 
Ab 15 Minuten jeweils wenig Chai-Sirup auf einem kleinen Teller erkalten lassen und prüfen, ob die Konsistenz schon passt. Auch die Hitze kann reduziert werden. (bei mir mit dreifacher Menge dauert das Kochen normalerweise ca. 30 Minuten)


Abfüllen: Sobald der Sirup euch von der Konsistenz her passt, könnt ihr ihn noch heiss durch ein Sieb (und am einfachsten auch durch einen Trichter) in die bereitgestellten Flaschen oder hohen Gläser füllen. Achtung: klebrige Sauerei-Gefahr ;-) Die Flaschen Anfangs zum Auskühlen auf den Kopf stellen und später im Kühlschrank aufbewahren.
Anmachen / Benutzen: Meistens leere ich einen guten Schluck Chai-Sirup in eine Tasse Schwarztee, manchmal mit einem Schluck Kaffeerahm oder Milch dazu, so wird der Tee zu einem Chai-Tee. Mischt ihr den Chai-Sirup in eine Tasse heisse Milch (oder auch halb Schwarztee, halb Milch), habt ihr eher einen Chai-Latte. Wer gerne aromatisierten Kaffee mag, gibt etwas Chai-Sirup in die Kaffeetasse. Wenn ich erkältet bin, nehme ich auch mal einen Löffel pur, wie Medizin - das brennt so schön im Hals und löst irgendwie. So weit zu meinen erproten Anwendungsmöglichkeiten... Ich habe auch schon gehört, dass Leute den Chai-Sirup in den Teig von Weihnachtsgebäck geben, ausserdem habe ich mir überlegt, ob der Sirup wohl in Prosecco schmecken würde? (das könnte aber auch grauenhaft sein...) Als Beigabe zu einem weihnachtlichen Dessert wäre der Chai-Sirup auch möglich, z.B in einem Tiramisu einen schluck Chai-Sirup (ev. anstatt Alkohol) in den Espresso für die Biscuits? Probiert ruhig nach Lust und Laune aus, aber bitte nicht überall rein, ich kann mir vorstellen, irgendwann verleidet einem der starke Geschmack ;-)

Die Haltbarkeit des Chai-Sirups hängt von der Sauberkeit der Gläser und Geräte ab, aber auch davon, wie stark der Sirup eingekocht wurde. Grundsätzlich konserviert der viele enthaltene Zucker sehr gut. Ich habe Chai-Sirup längstens schon ca. 1 Jahr behalten, hatte aber auch einmal nach ca. 2 Monaten schon Schimmel in einem Deckel. (Wahrscheinlich war da etwas dran oder ist mir hineingeraten...)

All die feinen Gewürze und Zutaten in der Pfanne sind doch zu schade zum einfach wegwerfen... Wenn ihr sie zusammen mit 2-3 Tassen Wasser und einem neuen Beutel Schwarztee nochmals aufkocht und anschliessend direkt in die Tassen absiebt, habt ihr gleich den ersten (sehr starken!) Chai-Tee. Mit etwas Kaffeerahm oder Milch verfeinert ist er aber gut trinkbar.
Wenn ihr die verwendeten Gewürze mögt, könnt ihr die nun ausgekochten Stückchen auf einer Schicht Haushaltspapier ausbreiten und über einem Gitter trocknen lassen. Ganz trocken könnt ihr diese grobe Gewürzmischung als Winterliches / Weihnachtliches Potpourry verwenden.
Nun aber zum Wohle, geniesst den feinen Chai-Sirup / Chai-Tee und bleibt Gesund!
Liebe winterliche Grüsse, Miuh

P.S.1 Lotta hat vorgeschlagen, für "Bunt ist die Welt" ein Getränk in Szene zu setzen...  ich kann euch sagen, es ist gar nicht so leicht, eine einfache Tasse Tee - und erst recht nicht, einen grossen Topf voll dampfendem Chai-Sirup - zu fotografieren :-)
P.S.2 Meine ersten Tassen vom neu gekochten Chai-Tee werde ich heute in aller Ruhe geniessen und ins Winterwonderland draussen hinaus staunen - Meine Sonntagsfreude für Rita.





Sonntag, 8. Januar 2017

Wintergarten, gefiederte Besucher und gefrorene Seifenblasen

Nun ist es doch noch "richtig" Winter geworden... juhu!
Aber von Anfang an: Letztes Wochenende war hier alles noch ohne Schnee, aber schon wunderschön verzaubert von Raureif.
Ich habe mich sehr gefreut, dass verschiedene Vögel, wie diese Blaumeise, gerne noch die  feinen Sämchen aus den extra stehen gelassenen Nachtkerzen (hier mehr dazu) picken!
Unterdessen hat sich nun eine ca 15 cm dicke Schicht Schnee über den Garten und Alles gelegt. Ich freue mich! - und zeige meine Freude über den Winter gerne auch bei Ritas Sonntagsfreude (hier). Wenn der Schnee alles verdeckt, ist für den Garten definitiv und nun auch sichtbar die Winterpause angebrochen.
Das Fass mit den Erdbeeren (hier die Geschichte dazu), die alte Badewanne, in welcher im Sommer Zucchini wachsen (hier mehr darüber) , der alte Korb, in dem im Frühling die Akeleien so schön blühen (zum Beispiel hier) und der kleine Gartentisch auf der Südseite, an dem wir mit viel Glück schon ab Februar draussen brunchen können (wie hier etwas später im Jahr..) - Alles ist winterlich weiss verpackt.
Auch unser Weihnachtsbaum steht unterdessen draussen... ich möchte ihn nicht verbrennen oder in den Abfall werfen, sondern als Versteckmöglichkeit für Vögel und andere Tiere noch etwas im Garten erhalten. Äste und Stamm werden wohl später im Garten verwendet, wenn mir nicht noch etwas Anderes einfällt?

Und nun, mit der geschlossenen Schneedecke kommen die Vögel auch gerne ans Häuschen mit dem Vogelfutter... das Rotkehlchen:

Viele Spatzen (Sperlinge):




Kohlmeisen, Blaumeisen:
Wie auch viele, die ich mit dem Fotoapparat noch nicht erwischt habe: ein Buntspecht, Schwanzmeisen, Haubenmeisen,... Ich finde alle so süss und mag sie sehr! Dementsprechend oft stehe ich am Fenster und staune hinaus. Auch die Katzen staunen gerne mit und lecken sich manchmal heimlich das Mäulchen...


Gestern habe ich auch endlich ein Winter-Experiment gewagt, das mich schon lange gereizt hat:
Seifenblasen gefrieren lassen? Dass das so einfach ist und sogar funktioniert, wenn die Temperatur draussen nur bei ca. -2C ist, hätte ich nicht gedacht! Auf gut Glück habe ich einige Seifenblasen gepustet, von denen wenige auf unserer Weihnachts-Tanne hängenblieben und nach einer knappen Minute tatsächlich einfroren!

Wenn Ihr das auch probieren möchtet, könnt Ihr ganz normale Seifenblasen-Lösung verwenden und wild jede Menge Seifenblasen in die Welt pusten, oder vorsichtig durch einen Trinkhalm und die Blase dann an gewünschter Stelle absetzten.
Ein natürlicher (draussen-) Weihnachtsbaumschmuck, wie aus feinstem Glas... Jede gefrierende Seifenblase sieht etwas anders aus und schon der Prozess, wie der Frost auf der schillernden Blase voranwandert, ist absolut faszinierend anzusehen! Bestimmt werde ich das noch öfters probieren, auch mit anderen Untergrundmaterialien oder Lichtsituationen... Meine ersten Ergebnisse zeige ich unterdessen gerne bei "Bunt ist die Welt" - "eine runde Sache"
Nichts ist für immer, auch keine gefrorenen Seifenblasen... aber sogar wenn sie platzen, sind sie noch kleine Kunstwerke! Sie ploppen nämlich nicht einfach so weg, sondern öffnen sich an der schwächsten Stelle und schnurren dann langsam und dekorativ zusammen.

Liebe Grüsse und schöne Wintertage Euch allen, Miuh






Samstag, 31. Dezember 2016

Gedanken zum Neuen Jahr 2017

Die Tage zwischen den Jahren bieten für mich eine gute Zeit, mir Gedanken zu machen über das vergangene und über das kommende Jahr... Oft habe ich einige zusätzliche freie Tage - Zeit und Ruhe für mich selbst, für Gedanken, Träume, Rückblicke und Ausblicke.
Gerne räuchere ich (ohne grosse Rituale, nur so für mich im Wohnzimmer) Fichtenharz von einem Baum im Emmental, der mir viel bedeutet, sitze stundenlang auf dem Sofa, knuddele die Katzen, schaue Fotos an, höre Musik und geniesse das "Nichtstun".
Ich weiss: viele Leute sagen jeweils, sie nehmen sich nichts spezielles vor zum Neuen Jahr... die guten Vorsätze hielten ja sowieso nicht lange an.
Wahrscheinlich haben sie recht: wenn ich auf der Notiz-App meines Handys schaue, was ich mir so vorgenommen habe für das vergehende Jahr, kann ich gerade einmal zwei Dinge wirklich abhaken.
Andererseits sehe ich Vieles, das mich durch das Jahr hindurch begleitet hat, was mich beschäftigt hat und was auch für das Neue Jahr Gültigkeit behalten soll.
Und da gibt es auch sehr Vieles, was im Jahr 2016 gar nicht geklappt hat...
Mir wird bewusst, was auch noch ein Grund sein könnte, sich lieber keine Vorsätze zu nehmen: Das sich Auseinandersetzen damit und vor allem mit den eingenen Unzulänglichkeiten und dem möglichen Versagen kann schmerzen.

Trotzdem werde ich mir auch fürs Jahr 2017 wieder Vorsätze notieren, im Wissen, dass ich es kaum schaffe, alles umzusetzen. Aber es tut gut, sie von Zeit zu Zeit durchzuschauen, sich wieder daran zu orientieren - und einiges eben doch zu erledigen und kleine Erfolge zu erleben.
Alle Fotos hier sind in den vergangenen Tagen im Emmental entstanden und passen für mich richtig gut zum Thema.
Die Himmelsbilder zeige ich gerne bei der Raumfee "in Heaven"
Wie habt Ihr es so mit den guten Vorsätzen? Ist für Euch jetzt die richtige Zeit dafür? Macht Ihr Euch lieber einmal währen des Jahres Gedanken über Veränderungen oder lasst Ihr es lieber ganz sein?
Liebe Grüsse und einen guten Start ins Neue Jahr, Miuh