Montag, 26. Juni 2017

Juhu, Rüebliraupen am Dill!

Noch vor den Ferien habe ich einige meiner Lieblingskräuter gekauft und in den grossen Tontopf auf der Süd-Seite des Hauses gepflanzt: Dill, Schnittlauch, Koriander, Kerbel, Thymian und viel Zitronenthymian.
Wie habe ich mich gefreut, als ich vor einigen Tagen am schon recht hoch gewachsenen Dill viele kleine, helle, knapp 1mm grosse Kügelchen gesehen habe... Sofort war klar: hier hat ein Schwalbenschwanz - Schmetterling Eier gelegt. Später haben sich die Eier (bzw. der Inhalt) dunkel gefärbt und waren kaum mehr zu sehen und schon nach wenigen Tagen sind die kleinen, noch schwarzen Räupchen geschlüpft. Falls Ihr also einmal kleine schwarze Raupen an Dill, Fenchel, Karotten... habt, lasst sie doch da sein und beobachtet, wie sich die schönen Tiere entwickeln!
Die kleinen Raupen wachsen rasant und fressen jeweils die Eihülle (nach dem Schlüpfen) oder ihre alte Raupenhülle (nach jeder Häutung). Ansonsten ernähren sie sich natürlich vom Dill (typische andere Futterpflanzen wären z.B. auch Fenchel oder Karotten) - aber wirklich viel fressen sie bisher nicht. In diesem frühen Stadium mit dem hellen Fleck in der Mitte imitieren die Räupchen angeblich Vogeldreck (um eben von Vögeln nicht gefressen zu werden...) - Das hat etwas, oder?
Mit jeder Häutung verändert sich das Aussehen dann ein wenig mehr...
In der Schweiz werden die Raupen des Schwalbenschwanzes "Rüebliraupen" genannt, weil sie eben oft auf dem Rüebli-Kraut (Karotten-Grün) anzutreffen sind und später auch die typische grün-schwarze Musterung zur Tarnung in dieser Umgebung haben.

Jeden Tag zähle ich durch, ob noch alle Räupchen noch da sind und hoffe, sie werden alle gut druchkommen und sich gut weiterentwickeln! Um sie vor Schlupfwespen, Vögeln und anderen "Räubern" zu schützen, habe ich für die Rüebliraupen nun eine Konstruktion aus zwei feinmaschigen Papierkörben improvisiert, bis mein bestelltes "Aerarium" ankommt.
Einige praktische Links zur Aufzucht, schöne Fotos und einen Blog zur Entwicklung von Rüebliraupen bis zum Schwalbenschwanz - Schmetterling habe ich Euch hier zusammengetragen:

Schwalbenschwanz.ch  -  Umfangreiche Informationen und Beschreibungen zur Aufzucht
Schwalbenschwanz.ch  -  Entwicklung vom Ei bis zum Schmetterling, mit passenden Fotos
Sias-Garten.blogspot.com  -  Ein Blog mit vielen Schwalbenschwanz - Themen und Fotos
Bauplan Raupenkasten
*  Leichte Raupen-Aufzuchtsbehälter: "Aerarium" zum bestellen in der Schweiz von Papa Papillon
Leichte Raupen-Aufzuchtsbehälter: "Aerarium" zum bestellen in Deutschland via Bioform

Nun freue ich mich sehr auf die weiteren Entwicklungsschritte der Räupchen!
Hattet ihr auch schon Rüebliraupen / Schwalbenschwänze im Garten oder habt ihr sogar schon einen erfolgreich aufgezogen?


Liebe Grüsse, Miuh


P.S. Gerne zeige ich die Rüebliraupen auch beim "MakroMonday".  Dort findet ihr übrigens von Barbara (Einfach Kreativ) auch ein Foto einer Rüebliraupe, die schon etwas weiter ist und bereits das typische grün gestreifte Kleid anhat.

Freitag, 23. Juni 2017

Laue Sommernächte im Garten

Lange war es still hier... das liegt vor allem an drei Gründen: Ferien (auf Malta), nochmals Ferien (im Emmental) und Sommer (yeah, yeah, yeah!)... Eines folgte auf das Andere, da blieb einfach keine Zeit, obwohl es so viel zu zeigen gegeben hätte! Nun - hoffentlich werde ich einiges noch nachholen können, hier und bei den Geheimtippreisen.
Der Garten und die Natur rundherum hat sich weiter von den späten Frösten und dem Schnee Ende April erholt, alles ist wieder üppig und grün, auch wenn einige Pflanzen dieses Jahr wohl keine Blüten und Früchte tragen werden. Die Rosen jedoch blühen und duften wunderbar - es ist eine Freude!
Im Vogelhäuschen ist eine zweite Generation Kohlmeisen herangewachsen und in den letzten Tagen ausgeflogen. Noch immer fiepen die Kleinen mal hier, mal dort lautstark und werden von den Eltern gefüttert. (fotografieren liessen sie sich leider nicht)
Anlässlich einer Geburtstagsfeier haben wir unser Gärtchen etwas gemäht, gezupft und geordnet, mit Festbänken versehen und mit einer wunderbar kitschigen, bunten Lichterkette geschmückt. Eine richtige Sommerparty mit lieben Menschen, viel Essen und warmen Temperaturen bis spät in die Nacht - welch ein Glück,  wie ich das mag!

Die Lämpchen bringen auch nach der Gartenparty in den lauen Sommernächten, die wir momentan geniessen, eine so schöne Stimmung in die späte Dämmerung! Viel mehr Deko braucht es eigentlich nicht, die Natur im Zusammenspiel mit Licht und Schatten ist Dekoration genug.
Wir sind jeden Tag bis spät draussen, geniessen diese perfekten Sommerabende und haben zu wenig Schlaf, weil man ja auch morgens wieder früh raus möchte um zu giessen und die frühen, etwas kühleren Stunden zu nutzen. Das kleine Glück ist hier für mich oft das Grosse Glück!
Geht es Euch auch gerade so? Oder haben Euch die Sommergewitter schon getroffen?
Liebe Grüsse und weiterhin schöne Sommertage
Miuh

P.S. Gezeigt beim "Gartenglück" von "Ein Fachwerkhaus im Grünen" und bei "Bunt ist die Welt" zum Thema "Glück" und die Rosenblüte zeige ich gerne beim "Makromonday"

Montag, 22. Mai 2017

Alles Neu macht der Mai!

Tatsächlich: "Alles Neu macht der Mai" ist diesen Monat mein grosser Leitspruch. - Was nun so positiv tönt, hat aber erst einmal sehr weh getan...
Hier: "April-Frosttage" sowie hier: "Noch mehr Frühlings-Schnee?" hatte ich schon über einige Schäden berichtet, welche die späten Fröste und starken Schneefälle noch Ende April im eigentlich auf Frühling eingestellten Garten hinterlassen hatten. Leider gab es auch noch weit mehr Schäden, als ich auf den ersten Blick sah: der Schnee hat viele frischen Rosentriebe abgeknickt und einige waren auch erfroren.
Die wilden Reben waren ebenso erfroren, zwei Stämme der Weide sind unter der Schneelast abgebrochen und ein weiterer wurde so tief gebeugt, dass wir ihn ebenfalls absägen mussten.
Nicht nur bei uns im Garten, sondern auch sonst sehe ich nun Bäume, die längst grün sein sollten ganz in grau-braun mit kleinen, erfrorenen und verdörrten Blättchen an den feinen Ästen - ein trauriges Bild!
Seit letzter Woche habe ich nun aber vielerorts Anzeichen gesehen, dass die Natur und auch die zurückgefrorenen Pflanzen dieses Jahr nicht ganz grau und kahl bleiben werden!
Die Kiwi-Pflanze hat nochmals feine Knospen entwickelt und auch an den Hortensien schlägt an vorher inaktiven Knospen oder sogar aus den Stämmen teilweise frisches Grün aus.
Hinter den verdörrten Blättchen der Perrückenbäume schieben sich zarte, frische Blättchen hervor und auch Herbstanemonen, sowie Sommerflieder haben die erfrorenen Triebe unterdessen mit neuen Blättern einfach überdeckt.
Vielleicht werden wir dieses Jahr keine Hortensienblüten und keine Kiwi-Früchte haben - Doch die Pflanzen haben überlebt!

Über dieses "Not-Programm" der Natur freue ich mich sehr! Man konnte nicht anders als abwarten, Geduld haben, der Natur vertrauen - und hier ist es, das kleine "Alles Neu macht der Mai" - Wunder.


Ein ganz anderer "Frost" hat mich auf der technischen Seite getroffen: Von einer Minute auf die Andere hat mein noch kein Jahr altes Handy (welches ich nicht einmal angefasst habe!) angefangen, zu blinken - ein kleines, weisses, blinkendes Früchtchen auf schwarzem Grund. Ein kurzer Schreck, gescheiterte Versuche, das Handy abzustellen, ein IT-Kollege der dasselbe etwas fundierter versucht und mir schliesslich sagt: "sieht nicht gut aus!" Von der Handy-Firma gab es sowohl telefonisch, als auch im Früchtchen-Shop nur Desinteresse kombiniert mit Unbedarftheit und Standardantworten. Und kein Backup zu haben, ist natürlich doof... oder zu vertrauensselig... keine Frage!
Leider waren also die Daten auf dem Handy nicht zu retten - Alle meine Notizen - vor allem auch diejenigen von unserer Reise durch den Oman -  sowie Ideen, Reisetipps, kleine Rezepte, Wünsche, Erinnerungen, Listen... sind wohl ins Nirwana gewandert. Das tut weh! Auch die ganzen, nun verlorenen Chats mit lieben Menschen schmerzen mich, da bin ich einfach emotional und etwas nostalgisch...
Zum Glück habe ich vor der Oman-Reise alle Fotos heruntergeladen - und die Kontaktdaten liessen sich auf einem Ersatzhandy wieder herstellen... ein kleiner Glücks-Moment in meinem Unglück.

Und nun? Alles neu macht der Mai! (muss wohl...)
- In Zukunft gilt mehr "Selbst ist die Frau"! In technischen Dingen habe ich mich in der Vergangenheit zu sehr auf Andere verlassen. Mit etwas Einlesen und Probieren werde ich das jedoch auch schaffen.
- Backup, backup, backup! (oder zu Deutsch: Datensicherung!) Gleich nach dem enttäuschenden Besuch im Früchtchenshop habe ich mir eine externe 2 Terra - Harddisc gekauft, um endlich auch für meinen Computer ein richtiges Backup anlegen zu können. Fotografieren ist mein grösstes Hobby und meine Fotos sind meine Schätze, an meinen Ideen und Notizen hängt mein Herz und meine Kontakte sind mir Privat wie auch beruflich wichtig - Da muss ich eben auch etwas Geld und Zeit in ihre Sicherheit investieren! Fürs Handy gilt - sobald neu aufgesetzt - dasselbe.
- Hoch lebe das Papier! Wie froh bin ich nun, dass ich noch immer ganz altmodisch eine Agenda führe - und wenigstens noch das kleine, "analoge" Notizbuch zu haben, ist auch ein Glück.
- Es gibt Wichtigeres im Leben! Im ersten Moment ist es mir tatsächlich ernsthaft schwer gefallen, daran zu glauben, dass das Leben weiter geht... Unterdessen sind die Relationen wieder gerade gerückt und meine Einstellung "Hauptsache Gesund und allen Lieben geht es gut!" steht wieder. Vielleicht ist es auch Zeit, die Abhängigkeit vom Handy etwas zu überdenken und wieder etwas mehr im Leben 1.0 zu stehen?
Und bei Euch...? Gibt es auch etwas Neues im Mai? Und haben sich Eure Gärten so langsam auch von den späten Wintereinbrüchen erholt?

Liebe Grüsse, Miuh

P.S. Meine Freude über die Erholung des Gartens zeige ich gerne beim Gartenglück und die Akelei beim MakroMonday.



















Dienstag, 2. Mai 2017

Noch mehr Frühlings-Schnee?

Solche Bilder wollte ich nach letzter Woche eigentlich weder Euch noch mir nochmals zumuten... Doch nun sind sie hier:
Letztes Jahr hatte es am 27. April Morgens nochmals stark geschneit - und ich fand das damals ziemlich sensationell, auch wenn der Schnee dann nicht wirklich lange liegenblieb.
video
In der vorherigen Woche hatten wir hier tagelang Frost und sogar nochmals etwas Schneefall, doch dass gegen Ende der vergangenen Woche, am 28. April, nochmals so richtig Schnee gefallen - und liegen geblieben - ist, hat mich ziemlich aus dem Konzept gebracht. Schliesslich habe ich kurz danach Geburtstag und erinnere mich gerne, wie wir schon oft die ganze laue Nacht hindurch draussen vor einer Waldhütte gefeiert haben.

Ausserdem waren uns schon in den vorhergegangenen frostigen Nächten viele Pflanzen erfroren (hier mehr darüber) und ich fürchtete, dass ein erneuter Wintereinbruch auch nicht weiter hilfreich sein würde!
Wie gefällt Euch meine Kombination von Lavendel mit den pinken, violetten und weissen Tulpen? (haha)
Die ganze Blumenpracht versank wieder unter dem Schnee - oder knickte um...
 und auch die Vögel waren extrem froh um etwas Unterstützung.
Die Kombination von Schnee mit frischem, hellem grün (geschützt unter den Bäumen)  ist schon sehr speziell!
Abgebrochene Tulpenköpfe, die draussen noch fest verschlossen waren, wurden drinnen in der Wärme schnell zu grossen, leuchtenden Sternen...
... gerne zeige ich die Nahaufnahmen der  "Unglücks - Tulpen" auch beim "Makro Monday"!
Auch die einzige Akelei vor dem Haus ist unter dem Gewicht des nassen Schnees abgeknickt:
So habe ich sie halt abgeschnitten und ins Haus genommen. Vorher durfte sie jedoch noch draussen im Schnee inklusive der kleinen, türkis-klaren  Glas-Vase für den "Friday Flowerday" posieren - ein spezieller Anblick!
So, nun reicht es mit Winter - Im Mai wünsche ich mir puren Frühling und hoffe, dass auch einiges, was nun erfroren aussieht sich auf irgend eine Art wieder erholt!
Liebe Frühlingsgrüsse, Miuh






Sonntag, 23. April 2017

April - Frosttage

Die vergangene Woche hat uns nochmals kräftigen  Frost und Schnee gebracht... sogar tagsüber kletterten die Temperaturen einmal kaum über null Grad!
Dichte Wolken wechselten sich ab mit Schnee, Graupelschauern, einzelnen Sonnenstrahlen und Schneeregen...
Schaurig - schöne Bilder ergaben sich auch auf meinem Arbeitsweg - Schnee, grüne Wiesen, blühende Bäume und gleichzeitig blauer Himmel sind aber auch speziell zusammen!
Und der Schnee schmolz nicht etwa wider weg ,er blieb liegen und fror sich überall an: Pflanzen, Böden, Gartentisch, Blüten und Hausdächer waren von einer eisigen Schicht überzogen.
Wir wussten ja vorher schon, es würde mindestens in den Nächten nochmals kalt werden und gefrieren - der Wetteralarm warnte, in den Medien und im Wetterbericht wurde darauf hingewiesen.
Die kälteempfindlichen Pflanzen, welche schon den ganzen Winter im Haus verbracht hatten und gerade die ersten schönen Frühlingstage über draussen waren, brachten wir zurück ins Haus, ebenso das Säulen-Apfelbäumchen, welches kurz davor war, zu blühen.

Das Apfelbäumchen hat die Aktion gut überstanden und durfte wieder in den Garten, sobald die Temperaturen über null lagen - doch ich sehe leider kaum Bienen, welche das Bäumchen bestäuben könnten, so dass wir wenigstens dieses Jahr Äpfel ernten könnten...
Die Apfelblüte zeige ich gerne beim Makromonday:
Zu den gerade wieder ausschlagenden Kräutern wie Thymian, Rosmarin und Lavendel stellte ich nachts eine Laterne mit einer brennenden Kerze um etwas zu wärmen - zudem hofften wir, dass die nahe Hauswand etwas schützen würde. Interessanterweise schienen diese eher südländischen Kräuter keine Probleme mit der frostigen Kälte zu haben.
Das erst gerade angesäte Hochbeet deckten wir ab - doch den ganzen Garten konnten wir nicht abdecken!
Bei Tulpen und anderen Frühlingsblühern sahen danach die Blüten etwas lädiert aus, doch das ist zu verschmerzen.

Weitaus schlimmer sind die Frostschäden bei einigen Pflanzen, bei denen ich so etwas gar nicht erwartet hätte und die wir erst am Wochenende entdeckt haben: Die Hortensien sind erfroren, ebenso wie der Zierahorn...
 Alle Triebe unserer Kiwi sind ebenso erfroren, wie die Austriebe von Nachbars Feigenbaum...
 ... sowie alle Blätter der beiden Perrückenbäume (rot und grün) und sogar die Austriebe der Herbstanemonen. Ein trauriges Bild rundherum!
War all diesen Pflanzen zum Verhängnis geworden, dass sie durch die warmen Temperaturen der vergangenen Wochen schon zu weit ausgetrieben hatten, oder war einfach der Frost (definitiv nicht nur Bodenfrost!) zu stark? Wahrscheinlich waren es mehr als die vorausgesagten -2C gewesen...
Unbeschadet haben hingegen wohl die Rosen und Pfingstrosen den Frost überstanden, sowie die im Hochbeet aus Vogelfutter gewachsenen Sonnenblumen.
Auch die Akeleien, deren Knospen völlig vereist waren, haben sich wieder aufgerichtet und fangen nun schon bald an zu blühen.
Ja, die Natur... traurig bin ich über die Verluste und werde nun nichts anderes tun können, als zu schauen, wie sich die Pflanzen allenfalls wieder erholen und entwickeln werden.
Andererseits bin ich froh, gab es nicht noch mehr Schäden - und bin ich nicht von meinen Pflanzen und einer guten Ernte abhängig, um überleben zu können. Für die Bauern der Region ist das schon schwieriger!
Liebe Grüsse, Miuh